Potential ausschöpfen

ICKERN – Synergien schaffen, Kompetenzen bündeln, Alleinstellungsmerkmale kreieren – dies alles ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Vor allem im Tennissport. Der westfälische Tennisclub TuS Ickern hat sich all dies mit Beginn der Sommersaison 2017 auf die Fahne geschrieben, arbeitet aber schon seit jeher gegen den allgemeinen Trend. Schon allein die beeindruckende Anlagengröße und die damit verbundenen immensen Platzkapazitäten machen den TuS Ickern zu etwas Besonderem: Dreizehn Freiluftplätze und nicht weniger als zehn Hallencourts stehen den Mitgliedern und Gästen am Kattenstätter Busch in Castrop-Rauxel, an der Grenze zu Waltrop, zur Verfügung. Von diesen 23 Argumenten profitiert aber nicht nur der heimische TuS selbst, auch zahlreiche Vereine aus dem Umkreis buchen traditionell in Ickern ihre Courts.

Heiko Sobbe, Dreh- und Angelpunkt beim TuS Ickern
Photocredit: © Christoph Kellermann (AINFACH.com)

Sobbe der Dreh- & Angelpunkt

Der »Macher« vor Ort ist Heiko Sobbe. Der Tennisenthusiast leitet die Tennisschule im Club, kümmert sich um die Organisation der monatlichen Jugend- und Nachwuchs-Ranglistenturniere und koordiniert sämtliche Aktivitäten des TuS auf und abseits der 23 Tennisplätze. Ihm zur Seite stehen kompetente Tennistrainer, die sich der Ausbildung von Tennisspielerinnen und -spielern aller Altersklassen und Leistungsstärken verschrieben haben. Allen voran Eigengewächs Max Flüggen und Routinier Emil Hnat, der als spielstarker und kompetenter Dauerbrenner beim TuS mittlerweile ins 25. Jahr geht. Überhaupt wird Kontinuität in Ickern groß geschrieben. “So, und nur so konnten wir uns in den letzten drei Jahrzehnten in der Region ein gewisses Standing und auch Vertrauen erarbeiten”, betont Heiko Sobbe.

Sogar deutsche Meister im Kader

Die Tennisschule vor Ort genießt einen exzellenten Ruf, was nicht nur an den überragenden Erfolgen der TuS-Schützlinge liegt. “Bei uns werden junge Talente behutsam und ganzheitlich ans Turniertennis herangeführt”, verrät Sobbe das Erfolgsgeheimnis. Durch gezieltes Technik-, Taktik- und Konditionstraining wurden in der Vergangenheit bereits zahlreiche Bezirks-, Verbands- und sogar nationale Meisterschaften gefeiert. “Mit großer Freude vermitteln wir unseren jungen Talenten schon früh auch den Spaß am Mannschaftssport”, legt Sobbe viel Wert auf den in der Einzelsportart oft so schmerzlich vermissten Teamgeist. So kommt es nicht von ungefähr, dass sich sowohl das junge Damen-, als auch das ebenso junge Herrenteam bereits auf Verbandsebene duellieren darf. Tendenz steigend.

Markus Kreutzberger gehört fest zum Rolli-Team
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TuS Ickern mit hoher sozialer Verantwortung

Dass sich der TuS Ickern seit nunmehr drei Jahren auch dem Behindertensport öffnet und unter der Leitung des langjährigen Bundestrainers Christoph Kellermann sehr erfolgreich Rollstuhltennis anbietet, unterstreicht die Weitsicht des Vereinsmanagements und dokumentiert die Absicht des Clubs, Alleinstellungsmerkmale zu etablieren. Das sozial-integrative Projekt »BREAKCHANCE«, dass Menschen mit Handicap die Integration in die Gesellschaft über den Sport ermöglicht, wurde knapp acht Jahre abseits des so genannten »Fußgängertennis« in Waltrop-Elmenhorst isoliert betrieben, bis Sobbe seinen langjährigen Freund und Kollegen Christoph Kellermann zusammen mit dessen engagierten Rollstuhlfahrern nach Ickern holte und so die vollständige Integration einleitete.

Jugendförderung steht beim TuS an oberster Stelle
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Potentiale vollends ausschöpfen

Bei all diesen positiven Nachrichten könnte man sich am Kattenstätter Busch eigentlich zufrieden zurücklehnen – sollte man meinen. Sobbe aber sieht das Potential des TuS Ickern längst noch nicht ausgeschöpft und freut sich nun über den nächsten großen Schritt, der bei allen Beteiligten garantiert eine »Win-Win-Situation« hervorrufen und der gut 36.000 Quadratmeter großen Sportanlage von jetzt auf gleich zusätzliche Aufmerksamkeit verleihen wird: Mit dem russischen Spitzentrainer Oleg Mannapov und dessen überaus talentierten und erfolgreichen Equipe bekommt der beim TuS Ickern ohnehin schon sehr betonte Leistungsgedanke noch einmal eine ganz besondere Note.

Gesamtpaket der Extraklasse

Die »Tennisschule Heiko Sobbe« und die »Mannapov Tennis-Academy« bieten den Ickerner Vereinsmitgliedern sowie allen Gästen und Interessierten ab der bevorstehenden Sommersaison unter dem Namen »TRAININGS-CENTER SOBBE & MANNAPOV« ein »Gesamtpaket der Extraklasse«, das so im Umkreis ziemlich einmalig sein dürfte. “Wir schaffen einen Tennis-Standort, wo es dem Tennis-Enthusiasten – egal welcher Alters- oder Leistungsklasse – an nichts fehlen wird”, verspricht der 47-jährige gebürtige Moskauer. “Wir bieten Konzepte für den Breitensportler und Hobbyspieler, für die jungen und auch die arrivierten Aktiven sowie absolutes Spitzentraining für ambitionierte Nachwuchsspielerinnen und -spieler, die wir durch professionelle Trainingsprogramme, vielseitige physische Ertüchtigung und psychologische Unterstützung auf dem Weg in die Weltrangliste und darüber hinaus begleiten wollen”, gibt der zweifache Vater die Richtung vor. Erster Ansprechpartner für alle Interessierten bleibt beim TuS Ickern aber weiterhin Heiko Sobbe.

Oleg Mannapov kam 1993 nach Deutschland
Photocredit: © Christoph Kellermann (AINFACH.com)

Mit den besten Empfehlungen

Bis zu 25 sehr ambitionierte Spielerinnen und Spieler betreut Mannapov, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, auf allerhöchstem Niveau. Darunter sind auch Profis, die schon beharrlich an die Tür zu den Top 100 der Welt klopfen. Er selbst kam übrigens 1993 auf Empfehlung und Vermittlung durch den ehemaligen russischen Davis-Cup-Spieler Alexander Zverev Senior, Vater des heutigen deutschen Shootingstars Alexander »Sascha« Zverev, nach Deutschland. Zuvor war er einige Jahre mit den Nationalteams der damaligen UdSSR unterwegs, ehe er 1992 die Universität in Moskau als diplomierter Sportlehrer verließ. Seine Erfahrungen, die er unter anderem mit absoluten Topstars wie den Geschwistern Dinara Safina und Marat Safin, die beide an der Spitze der Weltrangliste standen, sammeln durfte, gibt er nun mit einer unerhörten Leidenschaft an seine Schützlinge weiter.

Hoher Anspruch an sich selbst

»Maximale Effizienz« muss das Training haben. So Mannapovs eigener Anspruch. Von diesen Ambitionen profitieren per sofort natürlich auch die aktuellen Eigengewächse des TuS, die sich sowohl im Mannschaftsspielbetrieb, als auch im täglichen Training über einen enormen Qualitätsgewinn freuen dürfen. Ohne jeden Zweifel werden schon sehr bald weitere junge Talente den Weg zum »TRAININGS-CENTER SOBBE & MANNAPOV« finden. “Unsere Türen sind grundsätzlich für Jedermann geöffnet”, so das Trainer-Duo unisono. Dem TuS Ickern jedenfalls stehen rosige Zeiten bevor. So ist das, wenn Synergien geschaffen sowie Kompetenz, Leidenschaft und Engagement gebündelt werden.


Photocredit: © Christoph Kellermann (AINFACH.com)